Iris PointingerCoaching · Hypnose · wingwave®
Wissen · von Iris Pointinger, Hypno- und wingwave®-Coachin

Zuckersucht überwinden: Was hinter Deinem Heißhunger auf Süßes steckt

Du nimmst Dir vor, heute nichts Süßes zu essen. Am Abend stehst Du trotzdem vor dem Schrank. Mit fehlender Disziplin hat das meistens wenig zu tun. Süßes übernimmt für Dich eine Aufgabe, und solange niemand anders sie übernimmt, holt sich Dein Körper die Schokolade.

Ist Zuckersucht eine echte Sucht?

„Zuckersucht“ ist ein Alltagswort und keine medizinische Diagnose. Ob Zucker im engen Sinn süchtig macht, ist in der Forschung umstritten. Sicher ist: Süßes spricht das Belohnungssystem im Gehirn an. Es fühlt sich kurz gut an, und genau dieses kurze Gute merkt sich Dein Gehirn.

Für Deinen Alltag ist die Frage nach dem richtigen Wort ohnehin zweitrangig. Wenn Du nicht aufhören kannst, obwohl Du es willst, und Dich danach über Dich ärgerst, dann ist das belastend. Ob man es Sucht nennt oder Gewohnheit.

Warum habe ich ständig Lust auf Süßes?

Manchmal hat der Heißhunger einen körperlichen Grund: Du hast lange nichts gegessen, zu wenig geschlafen oder isst über den Tag sehr unregelmäßig. Das lohnt sich zuerst anzuschauen. Wenn der Heißhunger plötzlich neu auftritt oder sehr stark ist, lass es ärztlich abklären.

Sehr oft steckt aber etwas anderes dahinter. Süßes hat für viele Menschen eine Aufgabe übernommen:

  • Belohnung: „Das habe ich mir verdient.“ Nach einem harten Tag ist die Schokolade der einzige Moment, der nur Dir gehört.
  • Trost: Wenn sich etwas leer oder traurig anfühlt, füllt Süßes die Lücke für einen Augenblick.
  • Beruhigung: Bei Stress und innerer Unruhe hilft das Kauen und Naschen, kurz runterzukommen.
  • Ritual: Der Kaffee mit Keks, das Naschen vor dem Fernseher. Die Hand greift, bevor Du überhaupt nachdenkst.

Darum hält kein Verbot lange. Ein Verbot nimmt Dir die Schokolade weg, die Aufgabe bleibt. Und je strenger Du es Dir verbietest, desto interessanter wird das Verbotene.

Wenn Deine inneren Antreiber mitessen

In meiner Arbeit sehe ich oft, dass hinter dem Heißhunger ein größeres Muster liegt. Viele kommen wegen der Süßigkeiten zu mir und merken unterwegs, dass es um etwas anderes geht. Häufig spielen innere Antreiber mit:

  • „Streng Dich an“: Den ganzen Tag gibst Du alles. Pause gibt es erst, wenn alles erledigt ist, und das ist nie. Die Schokolade am Abend ist die einzige erlaubte Pause.
  • „Sei stark“: Du zeigst keine Schwäche und bittest niemanden um Hilfe. Trost holst Du Dir heimlich, aus der Schublade.
  • „Mach's allen recht“: Tagsüber bist Du für alle da. Erst wenn alle versorgt sind, kommst Du dran, und dann mit einer Packung Kekse.

Wenn Du Dich darin wiederfindest, lohnt sich ein Blick auf Deine Antreiber. Der kostenlose Mini-Antreiber-Check zeigt Dir in zwei Minuten, welcher bei Dir am stärksten ist.

Zuckersucht loswerden: Vier Schritte, die wirklich tragen

  1. Verstehen: Schau eine Woche lang genau hin. Wann greifst Du zu Süßem? Was war kurz davor? Was hast Du gefühlt? Schreib es auf, ganz ohne Bewertung. Meistens zeigt sich schnell ein Muster.
  2. Würdigen: Frag Dich: Wofür ist das Süße gerade gut? Belohnung, Trost, Pause? Diese Aufgabe ist berechtigt. Du brauchst sie wirklich, nur vielleicht auf andere Weise.
  3. Auflösen: Das Verlangen entsteht schneller als jeder bewusste Gedanke. Darum arbeite ich dort, wo es entsteht, mit Hypnose, Coaching-Fragen und wingwave®.
  4. Weitergehen: Du findest neue Wege für die alte Aufgabe. Eine echte Pause, ein Gespräch, ein Abend, an dem Du Dir etwas erlaubst. Und Schokolade darfst Du trotzdem essen, wenn Du sie genießen willst.

Eine kleine Übung für den nächsten Heißhunger: Halte kurz inne, bevor Du zugreifst, und frag Dich: „Was brauche ich gerade wirklich?“ Du musst die Antwort nicht sofort umsetzen. Schon die Frage verändert etwas.

Hypnose gegen Zuckersucht: Was sie kann und was nicht

In der Hypnose bist Du wach und tief entspannt. Dein kritischer Verstand tritt einen Schritt zur Seite, und wir kommen an die Gefühle heran, die den Heißhunger auslösen. Dort arbeiten wir an der Verknüpfung „Stress, also Süßes“.

Hypnose ist kein Zauberschalter. Sie wirkt am besten, wenn Du selbst etwas verändern willst und wir vorher verstehen, welche Aufgabe das Süße für Dich hat. Darum verbinde ich sie in meinem Süßigkeiten-frei-Programm mit Coaching und wingwave®. Das Programm gehört zu meinen erfolgreichsten Angeboten.

Am liebsten arbeite ich mit Dir bei mir vor Ort in Burgstall bei Bischofsmais. Online geht es auch. Mehr dazu unter Hypnose online.

Häufige Fragen zur Zuckersucht

Ist Zuckersucht eine Krankheit?

Nein, Zuckersucht ist keine medizinische Diagnose. Wenn Essen Deinen Alltag bestimmt, Du Dich nach dem Essen übergibst oder stark an Gewicht verlierst oder zunimmst, ist ärztliche oder therapeutische Hilfe der richtige erste Schritt.

Hilft Hypnose gegen Zuckersucht?

Hypnose kann helfen, die emotionalen Auslöser hinter dem Heißhunger zu lösen. Eine Garantie gibt es nicht. Am besten wirkt sie, wenn Du selbst etwas verändern willst und wir die Aufgabe des Süßen vorher verstanden haben.

Darf ich danach noch Süßes essen?

Ja, wenn Du möchtest. Ziel ist, dass Du wieder selbst entscheidest. Ein Stück Schokolade aus Genuss fühlt sich ganz anders an als die halbe Tafel aus Druck.

Geht das auch online?

Ja. Hypnose und Coaching funktionieren auch online. Am liebsten arbeite ich vor Ort, aber wir finden im Klarheitsgespräch heraus, was für Dich passt.

Wie Du weitermachen kannst

Wenn Du allein anfangen möchtest: Beobachte eine Woche lang Deinen Heißhunger und mach den Mini-Antreiber-Check. Wenn Du es mit mir angehen möchtest: Im kostenlosen Klarheitsgespräch finden wir heraus, ob wir gut zusammenarbeiten können und ob das Süßigkeiten-frei-Programm zu Dir passt.

Coaching ist ein Angebot für psychisch gesunde Menschen und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Bei einer Essstörung oder einer Erkrankung wie Diabetes gehört die Behandlung in fachliche Hände.

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